Hochwasser

Es geht weiter!

Jetzt ist wieder alles weg, wie in der Geschichte die ich gerade geschrieben – und sie aus versehen nicht gespeichert habe.
Der Unterschied ist nur, dass die Geschichte, so wie ich sie niedergeschrieben habe, nicht mehr in meinen Gedanken ist.
Das, worum es in der Geschichte geht, die tatsächliche Geschichte, wird immer in meinen Gedanken bleiben.
Deshalb versuche ich es nochmal, anders, so wie in der Geschichte.
Am Sonntag den 21. 6. kam das 2. Element zu unserem Zuhause. Wasser.
Das 1. war Feuer und wir sahen es nicht kommen. Wir sahen nur die rußigen Wände unseres schönen weißen Hauses.
Dieses Mal war es anders. Wir sahen es kommen das Wasser. Wir sahen wie es immer mehr wurde.
Da waren wir also, alle 8 Füße nass, standen wir da und schauten.
Wir schauten dem Wasser zu wie es stieg. Und dann, als es vorbei war mit dem Steigen, standen wir immer noch da.
Wir standen mit nassen Füßen da und schauten dem Wasser zu wie es wieder weniger wurde.
Nicht ganz so schnell wie es gekommen war. Aber es ging wieder.
Am Montag sahen wir dann, was das Wasser mit sich gebracht hatte. Es hatte nämlich mehr gebracht als nur kalte Füße.
Es hat Dreck gebracht. Dreck in allen Ritzen, Spalten und Winkeln.
Da standen wir am Montag mit trockenen Füßen und nassen Augen und sahen den ganzen Dreck auf unserem schönen Land.
Heute, 2 Wochen später sieht man den Dreck nicht mehr. Es glänzt wieder.
Es glänzt nicht mehr so, wie es vor dem Wasser geglänzt hat. Aber es glänzt anders.
Das Wasser hat nämlich nicht nur den Dreck mit sich gebracht.
Das Wasser hat auch Platz geschaffen für neues, für anderes. Platz für einen neuen Glanz.
Wir: Renate und Gerhard, Joshua und Lena, haben uns gefragt, ob es so weitergehen wird, wie bisher, auf unserer Lamafarm.
Wir: Joshua und Lena, Gerhard u. Renate, glauben nicht, dass es so weitergehen kann.
Wir sehen das Geschehene als einen Neuanfang. Eine Chance für Veränderung.
Eine Chance für einen neuen Glanz auf der Lamafarm.
Nach 25 Jahren Gerhard und Renate, Josh und Lena, wird sich das Blatt wenden.
Gemeinsam haben wir uns dazu entschlossen, in eine neue Richtung zu gehen.
Der Getreidekasten, der auf Airbnb als Unterkunft inseriert wird, stand unter Wasser.
Der Stall, in dem unserer liebsten Nicht-Artgenossen leben stand unter Wasser
Die Werkstätte meines Papas, wo seine Möglichkeiten so unendlich schienen, stand unter Wasser.


2 Wochen später, sieht die Werkstätte meines Papas immer noch fast gleich aus, nur seine Möglichkeiten haben sich drastisch verringert. 
Die Lamas sitzen wieder in Ihrem Stall und lassen genüsslich Heubüschel aus Ihren freundlichen Mäulern hängen.
Der Getreidekasten hat einen neuen Boden und eine neue Küche bekommen und glänzt nun mehr denn je.
Alles ist wieder beim alten, nur halt etwas anders.
Das alles wäre in einer kurzen Zeit ein Ding der Unmöglichkeit gewesen, hätten wir nicht die vielen Helferlein gehabt.
Was heißt Helferlein, große starke Helfer, die den größten Beitrag zum Wiederaufbau unserer Lamafarm geleistet haben.Danke – Danke – Danke.Ohne Euch säßen wir vermutlich jetzt immer noch am Giebel unseres Daches und würden auf einen Tränensee im Lamawanderland blicken.


Danke – Danke – Danke
.
Welche Richtung wir in Zukunft einschlagen werden ist uns noch nicht ganz klar,
sobald wir es wissen werden wir es Euch aber bestimmt mitteilen.                       

(23.7.2020)

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